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Aufbau eines langfristigen Greifvogel-Monitoring im Landkreis Kronach

Es besteht für den entsprechenden TK-25-Quadranten 5634_1 nun ein detailliertes Bild zu den Revierverhältnissen aller vorkommenden Greifvogelarten. Schwarzstorch, Kolkrabe, Wanderfalke und Wespenbussard finden sich nur im umfangreichen Waldgebiet, mit seinen Kalamitätsflächen und dem naturnahen Kremnitztal. Die ökologisch flexibleren Arten Mäusebussard, Turmfalke, Sperber, Rotmilan und Habicht besiedeln den gesamten Quadranten. Aber die besondere Eignung des Waldes zeigt auch hier, dass der Mäusebussard als mit Abstand häufigste Art im dortigen Gebiet die höchste Siedlungsdichte erreicht.
Vergleiche mit Untersuchungen aus dem Coburger Raum (Frobel, 2023) machen deutlich, dass die Anteile der vorgefundenen Arten trotz unterschiedlicher Voraussetzungen ziemlich ähnlich sind. Während in klimatisch milderen Gegenden zehn Greifvogelarten vorzufinden sind, sind es im höheren Frankenwald sechs bzw. sieben, wenn man hier den Artnachweis des sicher in der Umgebung vorkommenden Wanderfalken mitrechnet.
In beiden Arealen macht der Mäusebussard etwa die Hälfte der Greifvogelnachweise aus. Die andere Hälfte wird im Süden von neun, in Norden von fünf bzw. sechs Arten gebildet. Die waldaffineren Arten Habicht und Sperber schneiden im Frankenwald höher ab und der Mäusebussard relativ nicht so „dominiert“ wie in den agrarisch geprägten Landesteilen.

Quellenangabe:

Maslo, A. (2025): Greifvogelmonitoring im Landkreis Kronach. Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Bund Naturschutz Kreisgruppe Kronach. 84 Seiten.

Kontakt:

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Amtsgerichtsstr. 19, 96317 Kronach
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