
In den nördlichen Gebieten der eiszeitlichen Moränenlandschaft sind mit dem Rückgang der Gletscher vor circa 10.000 Jahren sogenannte Toteislöcher entstanden, auf denen heute häufig Moorböden mit entsprechender Hochmoorvegetation vorzufinden sind. Der Landschaftspflegeverband München e.V. ließ im Jahr 2023 diese Toteisformen in den Waldgebieten im südlichen Landkreis München in der Gemeinde Aying kartieren. Bestandteile der Kartierung waren in erster Linie die Suche der Toteislöcher sowie eine Beschreibung der Struktur-/Vegetationstypen. Auf Grundlage der Kartierung gewann der LPV Kenntnisse über die Standorte der Toteislöcher, deren ökologischen Ausstattung und möglicher Defizite. Mit diesem Wissen will der LPV die Initiative ergreifen und potenzielle Toteislöcher als Lebensraum optimieren. Insgesamt konnten 45 Toteislöcher verschiedenster Ausprägung ausfindig gemacht werden.
Sichler, M. (2023): Vegetationserfassung und -bewertung Toteiskessel, Aying. Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, Ansbach.
Landschaftspflegeverband München Land e.V.
Torben Zschoche
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